Heizöl Tipps

Heizöl wird aus dem Rohstoff Erdöl erzeugt, das nur noch in begrenzter Menge weltweit zur Verfügung steht. Trotzdem ist Heizöl in der Bundesrepublik Deutschland noch immer der am häufigsten eingesetzte Energieträger.

Obwohl die Preise in den letzten Jahren immerfort kontinuierlich anstiegen, haben nur wenige Menschen ihr Kaufverhalten verändert. Dieser Tatbestand ist verwunderlich, zumal die Heizölkosten einen nicht unerheblichen Betrag vom Haushaltsbudget des Normalverdieners einnehmen. Dem zu Folge gehen die Verbraucherzentralen davon aus, dass es größtenteils der Unwissenheit der Verbraucher zuzuschreiben ist, eine günstigere Einkaufspolitik im Sektor Heizöl zu betreiben.

Kaufverhalten

Das Kaufverhalten von Heizöl zeigt zwei Hauptgruppierungen auf. Einerseits sind es die Bedarfseinkäufer und andererseits die Saisoneinkäufer. Der Bedarfseinkäufer beschäftigt sich mit dem Heizölkauf dann, wenn sich der Öltank dem Ende zuneigt. Er ist damit dem jeweils aktuell vorherrschenden Ölpreis ausgeliefert. Der Saisoneinkäufer kauft ein- bis zweimal jährlich zum gleichen Zeitpunkt. Gründe hierfür sind in der finanziellen Lage des Verbrauchers zu suchen. Oder schlichtweg in der Gewohnheit.

Ideal wäre es allerdings, das Kaufverhalten dahingehend zu verändern, dass ausschließlich zu günstigen Preisen eingekauft wird. Hierfür muss der Verbraucher natürlich die Preisentwicklungen regelmäßig im Auge behalten. Dies ist heute aber problemlos per Internet mit einem so genannten Heizölrechner möglich. Letztendlich erspart dies Heizkosten von bis zu durchschnittlich 25 %.

Kauftipps

Zwei weitere Faktoren können den Heizölpreis nochmals deutlich senken. Zum einen ist dies die Abnahmemenge und zum anderen getätigte Sammelbestellungen mit Nachbarn oder in der Nähe wohnenden Bekannten. Sammelbestellungen ermöglichen Kosteneinsparungen von bis zu 5 %. Der Nachteil liegt jedoch darin, dass gesamtschuldnerisch gehaftet wird. Sprich einer für alle, alle für einen!

Ebenfalls sollte die Einzelabnahmemenge pro Sammelbesteller mindestens 2.000 Liter betragen, damit kein Aufschlag für geringe Abnahmemengen seitens der Lieferanten berechnet werden. Gleiches gilt auch für die richtigen Abnahmemengen bei Einzelbestellungen. Preisersparnisse von weiteren 3 bis 5 % liegen zwischen einer Heizölmenge von 3.000 Litern, gegenüber nur 1.000 Litern.

Heizölfinanzierung

Im Mietsektor entspricht die Heizölfinanzierung dem Standard. Die Mieter zahlen monatliche Nebenkosten und erhalten zum Jahresabschluss eine Gesamtbilanz. In dieser enthalten sind auch die Heizölkosten, die entweder damit bereits abgegolten sind, oder einer Nach- bzw. Auszahlung unterliegen.

Nachdem die Heizölkosten im letzten Jahr um rund 25 % ansteigen, mussten 2009 viele Mieter mit Nachzahlungen der Nebenkosten rechnen.

Die Heizölfinanzierung wird aber auch Eigenheimbesitzern durch die Heizöllieferanten oder Finanzinstituten angeboten. Dadurch ist es möglich, größere Abnahmemengen zu einem günstigen Zeitraum zu ordern, gleichzeitig einen monatlichlichen Fixbetrag zu begleichen und letztendlich zwischen 50 und 100 Euro jährlich einzusparen.